NFC oder QR-Code

Neuigkeiten über Mobile Payment haben derzeit Hochkonjunktur. Immer mehr Nutzer realisieren, dass man mit dem Smartphone bezahlen kann. Bei der vielfälltigen Berichterstattung stößt man als aufmerksamer Leser hierbei immer wieder auf die Schlagworte “NFC” und “QR-Code“.

So startete die Telekom jüngst ihr neues System “Pay At Match”. Hier bei ist NFC Technik im Einsatz. Mehr dazu (auf t3n) hier und hier.

Andere Anbieter, wie Paypal, Yapital oder z.B Techpay, setzten auf den QR-Code.

Aber wofür steht eigentlich NFC im Bezug zu Mobile Payment? Oder welche Aufgabe hat hierbei der QR-Code?

Bei mittels NFC autorisierten Mobile Payment Transaktionen werden die sensiblen Daten in der SIM-Karte in einem vermeintlichen sicheren Bereich abgelegt (egal ob Nano, Micro oder was auch immer für eine SIM-Karte). Es werden also die Daten “im Handy” gespeichert, die z.B. auch auf einer Kreditkarte aufgedruckt sind oder die im Magnet-Streifen oder Chip der Karte gespeichert sind. Diese werden an das Bezahl-Terminal übergeben.

Wenn man die Karte verliert, wenn man das Smartphone verliert, kann Mißbrauch folgen. Um dies zu verhindern, muss man die Karte sperren lassen, muss man das Smartphone sperren lassen?? Wenn man Bargeld verliert, ist es weg!

Bei Verfahren, die QR-Codes verwenden, sieht die Sache ganz anders aus. Der QR-Code ist ein optisches Medium, der eine Transaktion, welche z.B. am Kassen- Terminal initiiert wird, auf das Smartphone überträgt und im Smartphone kann die Transaktion “geschlossen” oder “freigegeben” werden. Im Smartphone sind keine sensiblen Daten gespeichert. Über eine App kann man sicherlich einsehen, welche Bezahlungsbeziehung für eine Bezahlung verwendet werden soll, aber darüber hinaus liegen alle sensiblen Daten nur beim Mobile Payment Anbieter.

Wenn man sein Smartphone verliert, kann man mit jedem Webbrauser und mit jedem Smartphone oder Computer auf der Welt sich bei seinem Mobile Payment-Anbieter einloggen und das “Mobile Payment” sperren.

Ich frage mich, was ist sicherer?

Ganz abgesehen davon, dass man die NFC-Kommunikation supereinfach mitlesen kann. Manipulierte Bezahlstellen sind selbst für das geschulte Auge fast nicht zu erkennen.

Wie sind die Angebote der Karten-Anbieter oder des Zubehör-Handels zu verstehen, die für Bank- oder Kreditkarte – über die man ja Neuerdings coolerweise auch noch per Berührung bezahlen kann – Schutzhüllen offerieren? Man soll also seine neue Bezahlkarte absichern, indem man sie in eine Alu-Folie einwickelt oder sie in eine praktische Schutzhülle steckt?

Was ist also sicherer NFC-Chip-basierte Technik oder QR-Code basiertes Mobile Payment?

 

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