Kann der Snaptag, eine neue Art 2D Barcode, dem QR-Code für mobile Marketing Zwecke das Wasser reichen?
Auf evoloop.com ist ein interessanter Beitrag erschienen, der die Vor- und Nachteile der mobile Tagging Formate gut verdeutlicht. Aus meiner Sicht liegen die meisten Vorteile ganz klar bei der Nutzung von QR-Codes.
Eine weitere Meldung macht die Runde. Lt. Golem hat Google ein Verfahren entwickelt und patentieren lassen zur Steuerung von Roboterautos. Mit Hilfe von z.B. QR-Codes, aufgebracht auf der Fahrbahn als eine Art Verkehrsschild, sollen die Roboterautos in der Lage sein Lenkungsmanöver auszuführen.
Bisher war Google in Sachen Innovation bzgl. Mobile Tagging noch nicht besonders aktiv. Das Google Places Projekt hat nicht wirklich zur Verbreitung von QR-Codes beigetragen. Dennoch sieht man scheinbar bei Google auch das Potential von 2D Barcodes.
Seit ein paar Tagen macht die Neuigkeit die Runde, dass das Versandhaus Otto seinen neuen Katalog für 2012 herausgebracht hat. Das Besondere ist, dass in dieser Ausgabe das Titelcover nicht wie sonst üblich ein Top-Model ziert. Diesmal setzt Otto voll auf E-Commerce und platziert einen QR-Code.
Wir stellen nebenbei fest, dass sich zunehmend Begeisterung für Mobile Tagging breit macht.
Auch bei microsoft scheint sich die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass es von Vorteil für den Erfolg einer Sache sein kann, wenn man nicht einfach sein eigenes Ding durchdrücken, sondern lieber in Gemeinschaft auf offene Standards setzen sollte. Nachdem der 2D Barcode Scanner von Beetagg bereits seit gut zwei Jahren neben den eigenen beetaggs auch QR-Codes scannen kann, hat nun Microsoft seinen Tag-Reader als Universal Barcode Scanner neu an den Start gebracht.
Das ist wieder ein Indiz dafür, dass sich mobile tagging per QR-Codes zunehmend etabliert.
Der berliner Künstler Sweza zeigt in der Arte Video Reihe ARTE Creative seine Streetart Projekte. Via Mobile Tagging kann man alte längst “verblichene” Graffities wieder anschauen. “Der QR-Code öffnet so eine Art Zeitfenster in die Vergangenheit.” Oder es wird der Einblick hinter verschlossene Türen gewährt.
Super creativ ist auch das Projekt Qradio. “Eine Art funktionierender analog digitaler Ghetto-Blaster.” Scannt man den QR-Code, kommt man auf ein Youtube-Video (und es spielt die dazugehörige Kassette). “Die Interaktion ist essentiell.”
Die Projekte von Sweza sind so mit das coolste, was ich bisher in Sachen QR-Code und sinnvoller Interaktion gesehen habe. Das Video unbedingt ansehen.